Studienpläne

Hallo ihr Lieben,

zuletzt habe ich euch von meiner Ausbildung erzählt. (Wer das verpasst hat, kann den Artikel hier nachlesen ;-))

Am Montag geht nun aber endlich die Vorlesungszeit an der Uni los – höchste Zeit euch zu verraten, was ich denn in Zukunft so treiben werde.

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Quelle: Pinterest

Ich wäre ja nicht ich, wenn ich mir nach dieser Ausbildung nicht auch einen Studiengang mit fancy Namen ausgesucht hätte. Also bin ich ab sofort nicht einfach nur Studentin der Medienwissenschaften, nein, ich studiere MeWi im 2-Fach-Bachelor in Kombination mit „Kommunikation in der globalisierten Mediengesellschaft“. Wow, was für ein Name. Den muss man sich erstmal merken und dann auch noch korrekt aufsagen können. 😉
Damit es hier aber nicht zu kompliziert wird, werde ich ab sofort nur noch von MeWi und KGM sprechen.

Bei einem 2-Fach-Bachelor studiert man, anders als beim klassischen Haupt- und Begleitfach-Studium, gleich zwei Hauptfächer. D.h. beide Studiengänge zählen gleich viel. In Zahlen ausgedrückt: In jedem Fach gilt es 78 LP zu erreichen. Hinzu kommen dann noch der Optionalbereich und natürlich die Bachelor-Arbeit mit jeweils 12 zu erwerbenden LP, sodass man im Endeffekt auf 180 Leistungspunkte kommt. Aber keine Angst, obwohl es zwei Hauptfächer sind, muss man nur eine BA schreiben und man kann sich das Fach aussuchen.

So weit, so gut. Aber was macht man denn nun im Studium?

So hundertprozentig kann ich das natürlich noch nicht sagen, aber ich kann mal zusammenfassen, was die Uni selbst so dazu sagt.

Medienwissenschaft

MeWi befasst sich zum einen mit der historischen Wandlung von Medien und blickt dabei auf verschiedene kulturelle, ökonomische, politische und soziale Aspekte. Gleichzeitig beinhaltet der Studiengang eine sozialwissenschaftliche Perspektive, die sich z.B. mit den Folgen von medialer Kommunikation beschäftigt. Man bekommt und behält somit einen ganzheitlichen Blick auf Medien in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Und obwohl das für Universitäten eher unüblich ist, bietet der Studiengang einen großen Praxisanteil. So besteht der Wahlpflichtbereich des Studiums aus vier Medienpraxismodulen (Audio / Radio, Fotografie / Ausstellungspraxis, Online / Multimedia, Video), aus denen man zwei auswählt. Mutig und motiviert, wie ich bin, habe ich auch gleich im ersten Semester „Medienpraxis Video“ belegt, dessen Ziel es ist eigenständig einen professionellen Videobeitrag (inkl. Vorbereitung, Dreh und Postproduktion) produzieren zu können.

Ansonsten besteht der Studiengang aus den folgenden Modulen: Einführung in die Medienwissenschaft, Methoden der Medienwissenschaft, Medien und Gesellschaft / Onlinemedien, Film und Fernsehwissenschaft, sowie Medienkultur. Ein externes Praktikum rundet das Studium ab.

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Quelle: Cosmopolitan UK

Kommunikation in der globalisierten Mediengesellschaft

KGM ist in gewisser Weise die perfekte Ergänzung zu MeWi, was wohl auch der Grund dafür ist, dass viele meiner Kommilitonen und Kommilitoninnen die gleiche Kombination gewählt haben.

Der Name klingt zwar erst einmal furchtbar kompliziert, verrät bei genauem Hinsehen dann aber doch, was sich dahinter verbirgt.  Er ist eine Mischung aus linguistischen, sowie kultur- und medienwissenschaftlichen Aspekten mit Blick auf interkulturelle Kommunikation und Mehrsprachigkeit. Im Prinzip geht es darum, wie man die verschiedenen Kommunikationsformen in mehrsprachigen und interkulturellen Situationen adressaten-, medien- und situationsgerecht anwendet. Meiner Meinung nach ein wirklich wichtiges Thema in der heutigen Zeit und auch in der Zukunft, wenn die Welt immer mehr „zusammenwächst“.

Wer auf andere Leute wirken will, der muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden. – Kurt Tucholsky

KGM besteht aus insgesamt zehn Modulen: Theorien und Analysemethoden sprachlicher Kommunikation, Sprachwissenschaftliche Grundlagen, Sprachliche Vielfalt, Kultur / Trans- und Interkulturalität, Mediale Kommunikation, Mehrsprachigkeit, Kommunikation im Beruf, Forschendes Lernen und einem (weiteren) externen Praktikum. Das zehnte Modul kann aus sieben Angeboten des interdisziplinären Wahlpflichtbereichs gewählt werden (Politik und Gesellschaft, Deutsche und europäische Politik, Geschichte Südostasiens im Kontext, Grundzüge der VWL (Einführung in die Mikro- oder Makroökonomik), Grundzüge der BWL (Einführung in die Theorie der Unternehmung oder Investition und Finanzierung)).

Besonders gefällt mir dabei, dass auch bei diesem Studiengang ein großer Wert auf Praxiserfahrung bzw. -bezug gelegt wird.

Und was kann man damit später machen?

Die Möglichkeiten nach dem Studium sind wirklich vielfältig. Zum einen kann man natürlich auch noch ein Master-Studium anhängen, oder man macht sich auf in die weite Berufswelt, wo man in viele verschiedene Richtungen gehen kann.

Von Kommunikationstraining und Kommunikationsberatung ist über Personalentwicklung, Unternehmenskommunikation und PR bis hin zu Kommunikationsforschung alles möglich. Wo es mich danach hin verschlägt, weiß ich noch nicht, aber bis dahin ist ja auch noch eine Menge Wasser den Rhein hinunter geflossen (wie man hier so schön sagt.) 😉

Gibt es etwas, was ihr gerne über mein Studium oder meine Pläne wissen wollt? Dann lasst mir eure Fragen doch gerne in den Kommentaren da 🙂

Quelle Beitragsbild: Universität Bonn

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