Ferienfreizeit ohne Gruppenkinder? – Wieso eigentlich nicht!

Hallo ihr Lieben,

etwas verzögert melde ich mich zurück aus zwei Wochen Ferienfreizeit mit meinem geliebten Pfadfinderstamm. Ja genau, jetzt folgt wieder mal Pfadfinder-Content 😉 Aber das bedeutet gleichzeitig auch immer Input ala #domoreofwhatmakesyouhappy – also los geht’s.

Ferienfreizeit?

Sommerferien bedeuten bei uns in Oberpleis nie das klassische „Sommerlager“, sondern eben zwei Wochen Ferienfreizeit. Ein Überbleibsel aus alten Kolping bzw. KJG Tagen. So gibt es also keine 14 Tage Zeltlager, sondern Gemeinschaft in Selbstversorgerhäusern. Wobei man dazu sagen muss, dass es mittlerweile auch gar nicht mal mehr so einfach ist geeignete Häuser zu finden, wo man mit rund 110 Personen angenehm wohnen kann.

Aber egal, ob wir jetzt im Zelt schlafen oder in halbwegs bequemen Betten – FFZ ist die beste Zeit im Jahr. Von morgens bis abends gibt es unterschiedlichstes Programm, von Basteln über Nachtwanderung bis hin zur Rallye. Und natürlich muss jede und jeder tatkräftig mit anpacken.

Ferienfreizeit

Gruppenleben

Als Leiter ist man natürlich für seine Gruppenkinder zuständig und sorgt dafür, dass Heimweh-Tränen getrocknet, Mückenstiche mit Fenistil versorgt oder gemeinsam Spiele gespielt werden. Der tägliche Dienst „endet“ dann mit dem ins Bett bringen der Gruppenkinder – aber was macht man eigentlich, wenn man niemanden ins Bett bringen muss?

Auch im letzten Jahr bin ich schon ohne meine Gruppenkinder (ich nenne sie liebevoll meine Kackbratzen und möchte sie hiermit herzlichst grüßen ♥) mitgefahren. Dank Einkaufsdienst und weiteren Rover-Leitern ist es mir aber gar nicht so bewusst geworden, dass ich gruppenlos war.

Rover

In diesem Jahr war ich dann für die ältesten Kinder zuständig, wobei auch diesmal keine Kackbratze dabei war, sondern ein 14-köpfiges Testosteron-Chaos. Wo man bei den kleinsten also noch bei Heimweh trösten muss, geht es hier viel mehr darum dafür zu sorgen, dass die „kleinen Süßen“ sich benehmen. Bis auf den ein oder anderen „Ausrutscher“ muss ich aber durchaus sagen, dass ich ganz zufrieden sein kann.

Und manchmal sind sie dann doch wirklich süß. Wenn sie sich beim Abschlussabend dafür bedanken, dass man sich um sie „gekümmert“ hat und es mit ihnen ausgehalten hat. Wenn sie sagen, dass man den eigentlichen Leiter gut vertreten hat. Und natürlich, wenn sie einem sagen, dass sie es beeindruckend finden, dass man ohne Gruppenkinder mitfährt.

Ferienfreizeit

Ohne Gruppenkinder unterwegs

Kurz nach diesem Kompliment wurde ich dann aber doch ein wenig nachdenklich. Schon zum zweiten Jahr ohne eigene Gruppenkinder auf Ferienfreizeit – irgendwie schon verrückt. Macht man das ganze doch, um den Kindern eine tolle Zeit zu bescheren. Aber ich glaube die Tatsache, dass schon immer Leiter ohne eigene Gruppenkinder dabei waren, zeigt, wie viel uns Leitern diese zwei Wochen bedeuten. Es ist halt eben doch nicht einfach nur „Kinderbespaßung“ – die FFZ lebt für uns Leiter von den gemeinsamen Abenden, wenn die Kinder schon im Bett sind und man noch gemütlich quatschend, rätselnd oder spielend zusammensitzt. Wenn das Team „Vorhang“ zu Höchstleistungen aufläuft. Aber auch schon vor der FFZ, wenn man sich trifft, um Aktionen vorzubereiten, wenn der Mottofilm gedreht wird und sich alle schon wieder auf das nächste Jahr freuen.

Kitschig, wie es auch klingen mag, aber zwei Wochen FFZ sind wie Familienurlaub mit 84 Kindern, 22 Eltern und drei Sterneköchinnen. ♥

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