Das erste Semester

Hallo ihr Lieben,

im vergangenen Blogpost habe ich ja schon erzählt, dass auch bei mir nun die Prüfungsphase ansteht. Und das bedeutet nicht nur eine Menge Lernstress, sondern vor allem, dass das erste Semester schon vorbei ist. Höchste Zeit also die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen.

Im ersten Semester hatte ich insgesamt 10 Veranstaltungen in 5 Modulen. Darunter waren in KGM die Module M1 (Theorien und Analysemethoden sprachlicher Kommunikation) und M2 (Einführung in die Linguistik), jeweils mit Plenum und Seminar. Wobei man auch sagen muss, dass es bei einer Semester-Größe von 37 Personen nicht wirklich Unterschiede zwischen Plenum und Seminar gibt.
In MeWi habe ich die Module E (Einführung in die Medienwissenschaft) und M (Einführung in die Methoden der Medienwissenschaft) belegt. Außerdem habe ich ja ein Medienpraxis-Modul aus dem dritten Semester vorgezogen – Video.

MEWI

Fangen wir doch direkt mit dem Medienpraxis Modul an. Die Entscheidung ein Modul vorzuziehen, bevor ich überhaupt weiß, wie viel Arbeit das Studium so mit sich bringt und wie ich klar komme, war ziemlich spontan und impulsiv – aber eigentlich echt nicht verkehrt. 😉 Im Video-Kurs haben wir im vergangenen Semester an einem Projekt gearbeitet, bei dem es darum ging eine Szene aus einem Film (mit möglichst vielen/besonderen Schnitten) nachzustellen und anschließend mit Hilfe des Programms „Premiere“ zusammen zu schneiden. Am Mittwoch wird unsere Szene aus „Die fabelhafte Welt der Amelie“ nun endlich fertig gestellt – und ich bin im Moment nur noch froh, dass das Projekt nur eine Übung war und nicht benotet wird. 😉 Da Medienpraxis ein zweisemestriges Modul ist, folgt erst im Sommer die richtige Projektarbeit, die dann auch benotet wird.

Einführung in die Medienwissenschaft

Das Modul E bestand aus einem Plenum, sowie zwei Seminaren, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Das eine Seminar erforderte konstante Aufmerksamkeit und Anwesenheit, da es grundsätzlich keine Folien zum nacharbeiten gab und jede Woche ein neuer Text besprochen wurde. Dabei ging es u.a. um Brechts Radiotheorie, Benjamins „Kleine Geschichte der Fotografie“ oder auch Barth’s „Tod des Autors“. Das andere Seminar hingegen gehörte irgendwie zu meinen Lieblingen. Ein wirklich sympathischer Dozent mit einem Hang zum abdriften und Faden verlieren gepaart mit Mediengeschichte, voilá: „Film, Fotografie und Fernsehen“. Man hat sich zwar konstant gefragt, was davon nun klausurrelevant ist, aber trotzdem war es auch interessant in Kurzreferaten 30 der wichtigsten Filme der Filmgeschichte kennenzulernen. Grob zusammengefasst ging es in diesem Einführungs-Modul darum einen Überblick über die Grundbegriffe der Medienwissenschaft und über Mediengeschichte zu bekommen.

Einführung in die Methoden der Medienwissenschaft

Das Modul zur Methodik der Medienwissenschaft war das einzige im Semesterplan, das nicht mit einer Klausur abgeschlossen wird. Am Ende des zweisemestrigen Moduls wartet dann nämlich die erste Hausarbeit.

In diesem Semester gab es dazu ein Plenum, sowie eine Übung (im zweiten Semester folgt dann noch eine weitere Übung). Wie der Name des Moduls schon verrät, ging es hier um wissenschaftliche Methoden in der medienwissenschaftlichen Forschung. Und ich muss sagen, mein einziger Kritikpunkt ist die fehlende Absprache zwischen den beiden Dozenten 😀 Wenn man nämlich Donnerstags im Plenum noch mal in irgendwie abstrakt und theoretisch erzählt bekommt, was man Montags in der Übung schon ganz praktisch gemacht bzw. verstanden hat, ist das irgendwie unsinnig. Besonders gut fand ich dafür, dass wir eine eigene kleine Forschungs-Übung durchgeführt haben (in meinem Fall zur Auswirkung von Streit auf die Nutzung von Instant Messengern). Und in den letzten Wochen sprechen wir über „Big Data“, Social Media Analysis usw. – super spannend!

KGM

Vorab gesagt: Die Einführungs-Module von KGM klingen nicht wirklich viel versprechend und es hat auch schon der ein oder andere das Handtuch geworfen oder zumindest drüber nachgedacht. Und auch ich muss sagen, dass ich mir deutlich spannendere Dinge vorstellen kann – aber die kommen ja auch noch in den nächsten Semestern. 🙂

Theorien und Analysemethoden sprachlicher Kommunikation

Hinter „M1“ verbergen sich ein Plenum (Theorien) und ein Seminar (Analysemethoden) und wie schon erwähnt, es handelt sich um ein Einführungs-Modul. Es geht also darum einen Überblick über die Themen des Studiums zu bekommen und Grundbegriffe, Kommunikationstheorien, Methoden und Techniken kennenzulernen. Als Studienleistung wurde hier ein Portfolio zum Thema „Wissenschaftliches Arbeiten“ angefertigt, bei dem es um die verschiedenen Schritte und wichtigen Punkte bei der Erstellung von Hausarbeiten und Co. ging. Außerdem haben wir Transkriptionsverfahren kennen gelernt und über die verschiedenen Analysemöglichkeiten mündlicher und schriftlicher Kommunikation gesprochen. Spannend hierbei war immer der Bezug zu aktuellen Themen, wie Kommunikation über WhatsApp usw.

Einführung in die Linguistik

Modul M2 hat uns einen Überblick über linguistische Teilbereiche verschafft. Dabei haben wir uns im Plenum und mit Referaten im Seminar mit Aspekten der Phonetik, Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik beschäftigt. Im Großen und Ganzen ein wirklich interessantes, aber auch unglaublich umfangreiches Modul. Meistens auch nicht schwer zu verstehen, aber in seiner Masse schwer zu behalten. Mal sehen, was die Klausur am Dienstag so mit sich bringt.

Mein Fazit

Nach knapp 4 Monaten Studium kann ich sagen: Ich bin wirklich glücklich und zufrieden mit meiner Wahl. Ich konnte nicht nur in meiner liebsten Stadt bleiben und wunderbare neue Freundschaften schließen, sondern habe auch das Gefühl, dass mich mein Studium weiter bringt und kann langsam ein richtiges Ziel vor Augen sehen. Gemeinsam mit dem Schreiben für den Blog und den Artikeln für die Homepage von meinem Verein bringt mich das Studium auf einen guten Weg für meine berufliche Zukunft. Da bin ich mir ganz sicher.

Kritisieren muss ich allerdings, dass die erste Klausur schon während der Vorlesungszeit geschrieben wird.. wie unnötig ist das bitte? 😀

Bildquelle: www.medienwissenschaft.uni-bonn.de

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