Asien-Tagebuch Teil 4: Lombok

Obwohl Lombok eine wirklich wunderschöne Insel ist, kann man sagen, dass hier einfach der Wurm drin war.

Wir verbrachten die erste Nacht in Senggigi im „Élen Hotel“, bei dessen Besitzer wir auch Roller mieten konnten. Das Hotel ist absolut nicht zu empfehlen, ich hab quasi die ganze Nacht kein Auge zugetan, weil es unfassbar heiß war. Der große Deckenventilator hat zum einen mehr Lärm, als Wind gemacht und war zum anderen nicht wirklich vertrauenserweckend. Dazu hatte ich noch Besuch von 2 oder 3 Geckos. Ach und nicht zu vergessen: Als wir abends vom Essen zurück kamen, hatte ich kein fließendes Wasser – die erfrischende Dusche fiel also aus.

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Unser Ausflug zu einem der großen Wasserfälle sollte eines der Lombok-Highlights werden und wurde es auch – nur anders als gedacht. Wohingegen auf Koh Chang quasi kein Verkehr war, war hier auf Lombok richtig viel los – und das Verkehrsverhalten der Indonesier würde wohl jedem deutschen Fahrlehrer die Haare zu Berge stehen lassen. Nach und nach wurde die Umgebung immer ländlicher und uns wurde eines bewusst: Ein Hoch auf deutsche Beschilderung. Davon halten die Indonesier nämlich scheinbar nichts, was es unglaublich schwer macht Sehenswürdigkeiten zu finden.
Der finale Weg zum Wasserfall war dann mein kleiner Horror des Tages. Eine einzige Ruckelpiste voller Schlaglöcher, Pfützen und Steine. Dass ich mich einmal in einer Kurve hingelegt hatte, machte es natürlich nicht einfacher mutig drauf los zu fahren. Mein einziger Gedanke war „Der Wasserfall sollte jetzt gefälligst der absolute Wahnsinn sein!“ – zwischendurch wurde dieser Gedanke jedoch von „Wir kommen nie wieder heile zurück!“ abgelöst. 😀
Nach ca. 30 Minuten mit mehr Glück als Verstand bergauf fahren – ohne jeglichen Hinweis auf den Wasserfall – entschieden wir dann umzukehren, damit wir noch vor dem täglichen Regen zurück wären.
So viel soll gesagt sein: zumindest von der Schotterpiste waren wir runter, als dann gefühlt die Welt unterging und es schüttete wie aus Eimern. Oder Schubkarren. Oder Swimmingpools.

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Das nächste Ziel unserer Tour war Kuta, wo wir die nächsten Tage verbringen wollten. Wir fanden dort ein ganz neues Homestay mit wirklich luxuriösen Zimmern und Bädern. Doch trotz angenehmer Nacht mit Klimaanlage und einem wirklich unglaublich bequemen Bett kam am nächsten Morgen direkt die nächste Hiobs-Botschaft: Annika hatte Patrick am frühen Morgen ins Krankenhaus gebracht, wo er den Tag mit Verdacht auf Malaria zur Überwachung bleiben sollte. (Im Endeffekt war es wohl nur eine Lebensmittelvergiftung – Glück im Unglück)

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Die nächsten zwei Tage verbrachten wir dann hauptsächlich damit auf Rollern die wunderschöne Landschaft zu erkunden und die verschiedenen Strände abzuklappern. (Wenn ich die Videos von Patrick habe, stelle ich die auch noch online 🙂 ) Und die Landschaft ist wirklich wunderschön. Doch unsere Strandauswahl war nicht die beste 😀 Entweder war der Strand ziemlich vermüllt, oder es gab keine Möglichkeit sich ohne teure Liegenmiete hinzulegen. Aber es sollte ja nicht meine letzte Strandwoche gewesen sein.

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Mein Fazit zu Lombok:
So langsam kommt auch auf Balis Nachbarinsel der Tourismus an, was die meisten Einheimischen wirklich begrüßen. Ich würde behaupten, dass im Moment die ideale Reisezeit für Backpacker ist, da die Preise noch human sind und es noch nicht vollkommen überrannt ist. Trotzdem lief bei uns nicht wirklich alles rund. 😉

My Garden Café
My Garden Café

Meine Tipps:

  • Das „My Garden Café“ in Kuta Lombok hält, was der Name verspricht – Natur pur!
  • Preise der „Touristen-Informationen“ bezüglich Touren usw. unbedingt vergleichen und versuchen zu handeln.

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2 Kommentare

  1. Liebe Anne,

    da bekomme ich richtig Lust auf Reisen zu gehen !
    Die Bilder sind toll und die Texte wirklich gut geschrieben 🙂
    Top finde ich auch die Tipps am Ende jedes Teils.

    Ich freu mich bald noch mehr zu lesen 🙂
    Und das Rezept probier ich auch demnächst aus.

    Viele liebe Grüße
    Deine Jannika

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