Asien-Tagebuch Teil 2: Bangkok

Hallo ihr Lieben,

im ersten Teil habt ihr ja schon von meiner Zeit auf Koh Chang erfahren, auf die ein paar aufregende und verrückte Tage in Bangkok folgten.

Der Reisebus, der uns von der Fähre nach Bangkok brachte, war diesmal wirklich ziemlich luxuriös. Er war nicht nur viel geräumiger, er hatte auch eine Klimaanlage, was die Fahrt durchaus erträglicher machte. Trotzdem hatte die Fahrt nochmal einen kleinen „Kultur-Schock“ für mich parat: Wir machten einen kurzen Stopp an einer Art Raststätte, wo wir etwas essen und natürlich auch die Toilette benutzen konnten. Oder genauer gesagt: Das Steh- bzw. Hockklo. An sich eigentlich keine schlechte Idee für so ein öffentliches Örtchen, aber doch erstmal ungewohnt.

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Lounge im Hostel

Der Bus brachte uns dann direkt mitten rein ins Geschehen, direkt an die berühmte Khaosan Road. Von hier aus waren es auch keine 5 Minuten mehr zum „Born Free Hostel Vista„, wo wir die nächsten Tage wohnen würden. Am Abend aßen wir in einem viel zu lauten Restaurant, wo wir mal wieder über den thailändischen „Service“ staunen mussten. Es wirkt nämlich immer ein bisschen so, als würde die Leute einem nichts verkaufen, sondern einen möglichst schnell wieder loswerden wollen. Ein leeres Glas wird einfach kommentarlos abgeräumt, ohne die Frage, ob man noch etwas neues möchte. Unglaublich, wie viel Geld denen dadurch durch die Lappen geht.
Eigentlich war unser Plan für den ersten Abend, nur noch einen Drink zu nehmen und dann ins Bett zu fallen. Aber Bangkok wäre nicht Bangkok, wenn nicht alles in einer Party enden würde. Und so tanzten wir später mit bestimmt 30 Leuten auf der Straße vor einer Bar. Darunter auch eine Gruppe Engländer, die einen Junggesellenabschied feierten. – An dieser Stelle tausend Küsse an meine Dublin-Mädels, die wissen, wie verrückt englische „stag nights“ sein können – aber keine Angst, so schlimm war es diesmal nicht 😉

Die nächsten Tage waren eher ein bisschen faul bzw. entspannt, da sich unsere Gruppe von Tag zu Tag vergrößerte. Zuerst kamen Daniel und Lisa aus Aachen und dann noch Annikas Freund dazu – und wir verbrachten die Tage mit essen, bummeln und gemütlichem Zusammensein.

Besonders spannend war dann der Sonntag, an dem wir uns Ayutthaya, die ehemalige Königsstadt ansahen. Eigentlich wollten wir vor Ort Roller mieten, um die Stadt und Ruinen auf eigene Faust zu erkunden, da die Stadt dann aber doch größer und vor allem voller als gedacht war, mieteten wir für den Tag ein TukTuk. Die Tempel in Ayutthaya sind vor vielen vielen Jahren von den Burmenen, die damals die Stadt eroberten, zerstört worden. Besonders faszinierend war, dass beinahe alle Buddha-Statuen dabei ihre Köpfe lassen mussten. Es war wirklich interessant die verschiedenen Orte zu besichtigen, auch wenn ich wohl eher kein großer Tempel-Fan werde. 😉

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Allerdings war der Ausflug nach Ayutthaya auf gewisse Weise auch prägend: Ein „Programmpunkt“ der Stadtrundfahrt war das Elefantenreiten. Eigentlich wollten wir dort gar nicht erst hinfahren, aber die Englisch-Kenntnisse unseres Fahrers waren dann doch eher sehr beschränkt… Also hielten wir kurz an, um uns das Spektakel anzusehen – oder viel mehr den Skandal! Ich kann es nicht fassen, wie viele Leute es entweder nicht checken oder es gar ignorieren, dass Elefantenreiten eine grausame Tierquälerei ist. Die Haut der Tiere war total vernarbt und die Reiter benutzten Stäbe mit Eisenhaken, um die Tiere zu „züchtigen“. Ich war die ganze Zeit wie in einem Schockzustand. Besonders erschreckend fand ich den kleinen Zirkus, in den wir von außen hineinschielen konnten. Die Augen der Tiere waren komplett leer und die Kunststücke vollkommen unnatürlich. Ich hoffe wirklich, dass immer mehr Leute diese Touristenattraktionen boykottieren, damit die Thais irgendwann merken, dass das einfach falsch ist.

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Zurück in Bangkok wollten wir Abends einen Club testen. Aber wie das halt immer so ist, kam alles anders als geplant und wir endeten wieder auf einer Straßenparty mit Touristen und Einheimischen. Es war wirklich eine verrückte Nacht!

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Unseren letzten Tag in Bangkok verbrachten wir dann auch mal mit einer Runde Sightseeing. Zu Fuß machten wir uns auf den Weg, an einigen Tempeln vorbei bis hin zum Königspalast. Leicht übermüdet nach der kurzen Nacht hatten wir aber natürlich nicht daran gedacht uns „Tempel-gerecht“ anzuziehen, also besichtigten wir alles nur von außen. Letzter Stopp war ein riesiger Park neben dem Königspalast, wo die Jungs ein bisschen kickten und wir Mädels die Sonne genossen.

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Abschließend lässt sich sagen: Bangkok ist eine wirklich verrückte Stadt, in der man viel erleben kann!

Und hier nochmal ein paar Tipps:

  • Gegenüber vom Born Free Hostel Vista gibt es eine grandiose japanische Bäckerei namens „Konichipan“ – unbedingt mal vorbei gehen.
  • Informiert euch vorher, wie viel die gewünschte Strecke mit dem Taxi grob kosten wird, das gibt eine bessere Verhandlungsbasis. Aber eigentlich gilt: Taxameter benutzen!
  • Der super Tipp für jeden Urlaub: Maps.Me runterladen – Offline-Karten zur besseren Orientierung
  • Nicht auf der Khaosan essen gehen – die Parallelstraße ist wesentlich günstiger und gemütlicher.
  • Unser Geheimtipp: Magic Thai Food by Max – Super Essen zu unschlagbaren Preisen!

 

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